Freitag, 22. August 2014

32. Tag: Ruhetag in Belgrad

So sah es heute Morgen aus, als ich mal kurz aufwachte:


Das war für einen Ruhetag aber eindeutig zu früh!
Ich lasse den Tag langsam angehen. Gemütlich frühstücken, dann in den Park Tai Chi und dann mit dem Sightseeing Programm beginnen.
Punkt 1 kann ich gleich streichen. Das Museum für Moderne Kunst ist in einem schlimmen Zustand:

Natürlich geschlossen. Was an Skulpturen im wildwuchernden Grün zu sehen ist, deutet darauf hin, dass mit Moderner Kunst eher der "Sozialistische Realismus" gemeint ist. Vielleicht hat man deshalb kein Interesse mehr an dem Gebäude. Was eigentlich schade ist. Das Gebäude selbst sieht interessant aus.
Dann der Hauptpunkt, die Festung. Sehr beeindruckend. Vor allem die Openair Dokumentation der 4maligen Zerstörung der Stadt. Der Artilleriebeschuss zu Beginn des 1.Weltkrieges, dann die "Strafaktion" der Nazis, was dann noch übrig blieb haben die Alliierten 1944 bei ihrem Bombardement der Stadt vollends zerdeppert. Das war in etwa so wie die Angriffe der Israelis auf Gaza. Die Bomben galten den Besatzern, gestorben ist die Zivilbevölkerung, ja und dann noch die "Allied Harvest" 1991. 
Besonders spannend finde ich, den Teil der Dokumentation, der zeigt, dass zwischen 1914 und 1941 in Belgrad sehr viele interessante moderne Bauwerke entstanden sind, von denen natürlich nicht mehr viel zu sehen ist.
  
Die Festung selbst ist eine Festung, groß, gewaltig, beeindruckend. Und das war`s.


Der Blick von der Festung auf den Zusammenfluss von Donau und Save dagegen ist wirklich sehenswert.

 Meine wenig begeisterten Kommentare von gestern, muss ich etwas revidieren. Es mag daran gelegen haben, dass das Wetter trüb war, und dass mein Frust über die Fahrt in die Stadt noch immer rumorte. Heute, im Sommersonnenlicht, wirkt die Stadt nicht mehr ganz so bedrückend,  und zeigt ihre schönen Seiten.
Möglicherweise, bin ich gestern in den weniger "aufgeräumten" Ecken gelandet.


Manchmal genügt auch schon eine nette Idee, die nicht viel kostet.


Inzwischen komme ich mit den kyrillischen Schildern immer besser zurecht. Apotheke und Schule und solche einfachen Wörter habe ich schon in den ersten Tagen lesen können. Aber inzwischen entziffere ich sogar Lissabon, auf einem Plakat. Das meiste kann ich noch so gut entziffern, verstehen tue ich trotzdem nichts.
Dass ich für die Comic-Messe, eine Woche zu früh hier bin, habe ich auf Anhieb verstanden.


 Schade! 
Nach 6 Stunden Touri-Programm, ziehe ich mich auf meinen schönen Balkon im Hotel zurück und fange an, den nächsten Abschnitt der Reise zu planen.
 Jetzt kommt die letzte Etappe, der lange, lange Weg an`s Schwarze Meer. Die Städte werden weiter auseinander liegen. Ich werde mich auf längere Tagesetappen einstellen müssen. 
Wir werden sehen.  

2 Kommentare:

  1. Da die Donau als einzige flussaufwärts gezählt wird, hast Du die zweite Hälfte schon hinter Dir.
    Hubert

    AntwortenLöschen
  2. und immer wenn die Wege schlecht sind, lies den Blog von Hardy radelt. Dann gehts wieder leichter. Gute Reise.

    AntwortenLöschen