22.Tag: Von Budapest nach Ráckeve
WAS EIN FRUST!! SCHON 2X MAL BIN ICH HIER AUS DEM INTERNET GEFLOGEN. Das letzte Mal war der heutige Blog so gut wie fertig Und Alles ist weg!!
Frust aber auch.
Also die Zusammenfassung:
What a day for a daydream
What a day for a daydreamin' boy
And I'm lost in a daydream
Dreamin' 'bout my bundle of joy
Ein Traum von einem Morgen. Die Stadt lässt es langsam angehen. Ich auch. Inzwischen weiß ich, dass aus großen Städten raus zu finden nicht immer leicht ist. So habe ich für heute nur 60 km angesetzt.
Wäre da nicht das "Frühstücksproblem", nichts könnte diesen Morgen trüben.
Gestern bin ich beim "Frühstücksblindversuch" ( Speisekarte auf, und auf irgendeine Frühstücksversion zeigen) kläglich gescheitert. Mit den drei gegrillten Wienerle aus der Dose und dem Rührei aus 4-5 Eiern (dazu gab es nur 2 Scheiben Toast) hatte ich den ganzen Vormittag zu tun.
Heute wollte ich es klüger anstellen und bin gleich in eine Bäckerei gegangen. Lecker sieht das Blätterteigstückchen aus. Bestimmt Marmelade oder Apfel im Innern. Der erste Biss belehrt mich eines Bessern. Der Inhalt hätte der Stettener Schlachtplatte alle Ehre gemacht. Grobe Leberwurst. Ich habe bis zur Mittagspause gebraucht, bis ich den Geschmack wieder los war.
Trotzdem radle ich wohlgemut zur Donau hinunter.
Sieh da! Auch Budapest hat jetzt ein Riesenrad. An der Donau treffe ich ein Paar, das vorgestern hier angekommen ist und dieses Jahr, im dritten Sommer, die Donau weiter bis Belgrad abradeln will. Ich werde sie im Laufe des Vormittags noch 3 oder 4 Mal treffen.
Die "5-Jahres-Planer" und das "Japanische Phantom" scheine ich inzwischen endgültig verloren zu haben. Das "Japanische Phantom" hat mich sehr fasziniert. Ihm bin ich seit der ungarischen Grenze immer wieder begegnet. Hätten wir nicht einmal sogar in der gleichen Pension übernachtet, ich hätte nie erfahren, dass es das "Japanische Phantom" war. Der junge Mann fährt nämlich "komplettverkleidet". Kein Quadratzentimeter Haut ist zu sehen. Ärmlinge, Beinlinge, ein Tuch im Gesicht bis zur Sonnenbrille- Helm hinunter bis zur Sonnenbrille. Handschuhe. Müsste ich so in dieser Hitze radeln, ich würde nach 10 Minuten vom Rad kippen. Aber das "Japanische Phantom" fährt einen heißen Reifen.
Aus Budapest komme ich fantastisch raus. Nem problema!
Nachdem die übliche Industriebrache hinter mir ist, beginnt das Naherholungsgebiet der Budapester. An einem der Donauarme reihen sich die Wochenendhäuser - Kilometer für Kilometer.Links die Häuser, rechts der Steg durch das Schilf. Ein Traum für Angler und Kanuten.
Es fällt jedoch auf, dass auch hier das Paradies verramscht wird. Immer häufiger werden Villen und Imponierbunker zwischen die Holzhäuser gesetzt. Vorzugsweise auf 2-3 der alten Grundstücke. Und an den Stegen sind nicht mehr nur die Jollen der Angler angebunden, sondern Motorboote. Bleibt zu hoffen, dass rechtzeitig gemerkt wird, was hier meistbietende verramscht wird.
Es fällt jedoch auf, dass auch hier das Paradies verramscht wird. Immer häufiger werden Villen und Imponierbunker zwischen die Holzhäuser gesetzt. Vorzugsweise auf 2-3 der alten Grundstücke. Und an den Stegen sind nicht mehr nur die Jollen der Angler angebunden, sondern Motorboote. Bleibt zu hoffen, dass rechtzeitig gemerkt wird, was hier meistbietende verramscht wird.
Um die Mittagszeit mache ich eine längere Pause an einem Badestrand.
Ich ertappe mich kurz bei dem Gedanken, in meinen Taschen nach der Badehose zu kramen. Wie gesagt, kurz -war mir dann doch zu aufwendig. Das Cafe und der Ausblick war schön genug.
Seit einigen Dörfern fällt auf, dass die Ortseingangsschilder zweisprachig sind.
Die ersten Donauschwaben hatte ich eigentlich weiter südlich erwartet. Aber deutschsprechende Menschen habe ich hier keine getroffen.
In Ráckeve war Kultur eingeplant. Das Schloss vom Prinz Eugen, Ihr wisst schon "dem edlen Ritter", ist vermutlich wirklich sehenswert
Aber leider nicht zugänglich. Das Hotel "Schloss Savoy" ist für Fahrradfahrer gesperrt. Wahrscheinlich müsste ich das 10x fache von dem hinlegen, was meine Fogadá heute kostet.
Auch das Arpad-Museum war geschlossen. Die Geschichte der Landnahme interessiert mich wirklich, hätte gern mehr darüber erfahren.
Die Gäste und die Fremdlinge sind von so großem Nutzen (…). Denn so wie die
Gäste aus unterschiedlichen Gebieten und Ländern kommen, so bringen sie
unterschiedliche Sprachen und Sitten, unterschiedliche Vorbilder und Waffen mit, all
diese zieren das Reich, heben den Prunk des Hofes und schrecken die Ausländer von
Angebereien ab. Denn ein Reich mit nur einer Sprache und einer Tradition ist
schwach und gebrechlich. Deshalb befehle ich dir, mein Sohn, dass du die
Fremdlinge unterstützen und hochschätzen sollst, sodass sie lieber bei dir weilen als
anderswo.
Tja, mit jedem Tag hier, wird dieses Land widersprüchlicher und interessanter.
Leider war die orthodoxe Kirche in Ráckeve auch geschlossen, aber schön ist es hier trotzdem
Nur, meine Unterkunft ist leider nicht im Ort. Sondern richtig "in der Pampa" (ersetzte: Pampa durch Puszta), 14 km weg von allem. Aber sehr idyllisch. So dass es auch gar nicht weiter stört, dass mir der Blog 2x in den Limbo gerauscht ist.
Das Essen ist sehr gut. Karpfen - in Paprikasossa und Nudelfleck- hätte eh keine andere Wahl gehabt.
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