Dienstag, 5. August 2014


15. Tag: Ruhetag in Wien


Der Ruhetag hat gut getan. Aber so ruhig ist es dann heute doch nicht. Schließlich will ich ja etwas von Wien sehen. Also ziehe ich relativ früh los. Mit dem Fahrrad lässt sich Wien super gut er-fahren. Zuerst die Albertina: Schließlich muss man doch einmal in seinem Leben, den Dürer-Hasen und die betenden Hände gesehen haben, oder etwa nicht

Die Albertina ist wirklich europäische Topliga. Aber auch das Hrdlischka Denkmal vor der Albertina hat mich sehr beeindruckt.
Neben den Prunkräumen, der Ständigen Sammlung und der Sammlung Batliner, war auch eine Alex Katz Ausstellung, die mich sehr beeindruckt hat. Zeichnungen und cutouts. 
Aber das Schönste in der Albertina war es den Stehschläfer zu beobachten:

Das Bild wollte ich Euch nicht vorenthalten, obwohl es nicht ganz scharf ist.

Danach die ganze Palette der "großen Gebäude" und noch 3-4 Kirchen  und dann natürlich die Kapuzinergruft. Fast hätte ich sie nicht gefunden. Sie ist absolut unspektakulär, ich bin sicher 3x mal dran vorbeigefahren. Vielleicht hätte ich vor der Abreise noch mal den Josef Roth rausholen sollen.
Dieser Keller voller Kaiser, und ErzherzogInnen, das hat schon was.

Natürlich ist Sisis Sarg der Renner. makaber an der Geschichte ist, dass Ihre Hoheiten nicht am Stück hier liegen. Die Innereien wurden vor der Balsamierung entnommen und liegen in Kupferkesseln und in Alkohol in den Katakomben unter dem Stephansdom. Die habe ich dort gestern schon gesehen. Tja, als Hoheit muss man schon den einen oder anderen Kompromiss eingehen.
Nach der Mittagspause, habe ich dann noch eine sehr beeindruckende Hollein Ausstellung angeschaut, die anlässlich seines 80. Geburtstags geplant wurde, im April ist er aber gestorben.
Auch wenn ich in Linz ziemlich über Stilmischmasch geläster habe. Und Holleins Gebäude direkt am Stephansdom nicht unumstritten war. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Kontraste.


Das Spiel mit den Spiegelungen des Stephansdoms in der Fassade des Haashauses fasziniert mich sehr.
Hollein ist ein unglaublich komplexer und interessanter Künstler und Architekt.
Nachdem ein paar andere "Pflichtpunkte" abgehakt sind:


und natürlich das unvermeidliche Hundertwasserhaus

merke ich, dass mir die Wien Klischees langsam auf den Geist gehen.Wie sie zelebriert werden und wie ich Ihnen selbst auf den Leim gehe. 
Ich habe noch eine ganze Menge nicht gesehen. Ich war nicht im Prater, ich war nicht in Schönbrunn, ich war nicht......
Und das ist auch gut so.
Auf dem Weg zu meinem Hotel komme ich am

vorbei.Glückliches Österreich!!

Und zum Schluss, muss ich noch eine Entdeckung loswerden - auch wenn mir bewusst ist, das meine Tagesberichte immer länger werden, und manche von Euch auch noch arbeiten müssen.

Ich bin einem neuen Trend in der Küche der Zukunft auf die Spur gekommen. Nouvelle Cuisine oder Molekularküche war gestern. Die neue Küche wird "Merge" heißen

"Hotdog- Schnitzel" und "Leberkäs-Kebab" gehören die Zukunft. Ich sehe auch schon "Weißwurst-Sushi"  "Sauerkraut-Curries" und  "Ködel-Gorengs"
Ich freu mich schon drauf.

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