20.Tag: Von Nagymaros nach Budapest
Es war gestern noch ein wunderschöner Abend am Anfang des Donauknies
Das ich heute Morgen ganz gemütlich nach unten weiter geradelt bin. Es ist ein richtiger Sommersonntag an der Donau Viele Ausflügler sind schon früh unterwegs, Alle sind freundlich und jeder sagt mir, dass "Joe das regelt", worauf hin ich ihnen versichere, dass ich auch der Meinung sei, dass "Joe das regelt". Was Jo am Nachmittag macht, ist mir momentan noch ein Rätsel, "er napot". Da ich am Nachmittag aber schon in den Randbezirken von Budapest bin, hat mich eh keiner mehr gegrüßt, so dass ich auch nicht fragen konnte, was es denn ist, dass Jo napot. Es scheint wirklich in jedem Land das gleiche zu sein. Die Bewohner der Hauptstädte gehören nicht zu den freundlichsten.
Um aber in die Kapitale zu kommen musste ich zu.erst - mal wieder- mit der Fähre übersetzen. Bei Vac geht es auf die Donauinsel (diese Fähre haben wir vor 10 Jahren schon ein Mal genommen. Erinnerst du dich, Friederike!)
Auf der Donauinsel geht es 3 km auf die andere Seite, und dort über eine Brücke wieder auf`'s Festland.
Gleich hinter der Brücke geht der Bär ab. Ein Volksfest. So ganz habe ich nicht verstanden, was es nun war. Einerseits so etwas wie ein historischer Viehmarkt. Nur, dass heute Hundewelpen und Ferkel zu sehen waren.
Daneben Kunsthandwerk, aber auch ein wenig historischer Markt mit Trachten und historischen Kindervergnügungen. War nett. Aber sehr heiß.
Die Pferdetruppe ist von der Insel gekommen. Sie sind eine zeitlang auf dem Platz gestanden, und dann wieder abgezogen.
Dann hat ein Paar zu Balkanklängen getanzt. Ich hätte wahrscheinlich länger bleiben müssen, um zu verstehen, was hier vor sich geht. Aber es gab so wenig Schatten! So wird es ein Geheimnis bleiben, was ich in Lahitótfalu eigentlich gesehen haben. Aber ich muss ja nicht alles verstehen. Schön war es trotzdem.
Nach Lahitótfalu wurde das Radwegeangebot wieder mies. Zuerst auf einer sehr befahrenen Straße, dann auf den bekannten Schlammpfaden.
Den bekannten Künstlerort Szentendre habe ich für eine Eispause genutzt. Aber so beeindruckend war die Kunst in den Galerien nicht, dass ich länger hätte bleiben wollen.
Je mehr ich mich Budapest nähere, desto reger wird auch der Verkehr, was auf den z.T. sehr engen Radwegen nicht ganz einfach ist.
Dann auf einmal ist der Teufel los. Ein Lángos- Fish&Chips, Hotdog, Caipirinha Stand nach dem anderen. Liegestühle, am Donaustrand es geht ab wie an der Elbe.
Ich habe mich auch etwas dazu gesetzt. Doch der Duft des Fettgebackenen, der von allen Seiten auf mich einwaberte, macht mich bei der Hitze nicht wirklich an. Ich schwinge mich wieder aufs Rad. Später wird mir klar, dass das die Entfernung war, die der Budapester gerne zu Fuß die Donau entlang wandert- und wenn es sein muss auch wieder zurück. Wobei ich durchaus schon reizvollere Strecken an der Donau gesehen habe. Zuerst die Ruinen des sozialistischen Intertourismus, die so übel aussehen, dass sie niemand mehr herrichten will. Dann die Industriebrache. Wobei hier durchaus "neues Leben in den Ruinen" blüht.
Dann habe ich ein wunderschönes Erlebnis. Auch in Budapest, und auch geteerte Straßen verschwinden manchmal unter Wasser. Natürlich werden sie dann gesperrt. Was aber niemand kümmert.
Mit dem Rad kommt man ganz links ganz gut durch. Doch dann taucht ein SUV auf, ein richtig fetter SUV. Könnte ein Porsche Cayenne gewesen sein. "Platz da" - und rein in die Suppe!! Und dann ein fürchterlicher Schlag, der SUV sitzt auf.. Gaaanz langsam, und gaaanz vorsichtig ist der SUV dann rückwärts aus dem Tümpel rausgekrochen. War das herrlich!!
Die Fahrt nach Budapest rein ist weiter von Überraschungen gekennzeichnet. Kaum dass ich die nächste Industriebrache und die erste Plattensiedlung hinter mir gelassen habe. Sind auf einmal hunderte, tausende junger Menschen unterwegs. Ich sehe, dass sie alle die gleichen Bändel an den Handgelenken haben. Es wird doch nicht ein Weltjugendtag in Budapest stattfinden, dazu sind zu viele Edelpunks unter den Jugendlichen. Aber wer geht mit Riesentrolleys auf den Weltjugendtag? Dann wird das Gedränge immer größer. Ich muss mit der Menge mit und lande an einer Sperre. Ich frage meinen Hintermann, was hier eigentlich los ist. "Rockfestival" eine Woche lang. Rockfestival und die Damen reisen mit Trolleykoffern an! Ich glaube das nicht.
Die Fahrt nach Budapest rein ist weiter von Überraschungen gekennzeichnet. Kaum dass ich die nächste Industriebrache und die erste Plattensiedlung hinter mir gelassen habe. Sind auf einmal hunderte, tausende junger Menschen unterwegs. Ich sehe, dass sie alle die gleichen Bändel an den Handgelenken haben. Es wird doch nicht ein Weltjugendtag in Budapest stattfinden, dazu sind zu viele Edelpunks unter den Jugendlichen. Aber wer geht mit Riesentrolleys auf den Weltjugendtag? Dann wird das Gedränge immer größer. Ich muss mit der Menge mit und lande an einer Sperre. Ich frage meinen Hintermann, was hier eigentlich los ist. "Rockfestival" eine Woche lang. Rockfestival und die Damen reisen mit Trolleykoffern an! Ich glaube das nicht.
Auf jeden Fall ist auf der Radstrecke kein Weiterkommen, ich muss in die Platte ausweichen. Was letztlich kein Problem ist, denn ich weiß noch wo die Donau sein muss.
Kurz bevor ich das Viertel erreiche, in dem mein Hotel ist, noch eine nette Überraschung.
Auf der Reise hierher habe ich es eher lax angehen lassen, was Verbotsschilder für Radfahrer betrifft. Und?
Hier in Budapest wäre ich fast in eine Rad-Kontrolle geraten. An einer Rampe auf eine Brücke , die über die Autobahn und über die Bahn führt, ist ein Verbotsschild angebracht. Radfahrer müssen absteigen. Obwohl Rampen doch für Radfahrer gebaut wurde!!!
Jedenfalls waren 5 Radlerkollegen so freundlich in die Falle zu tappen. Und die Polizei hat üppig zu tun, und alle anderen stiegen ganz brav ab, grüßen und gehen die Rampe zu Fuß hoch oder runter!
Ein ereignisreicher und sehr heißer Tag hat ein sehr angenehmes Ende gefunden. Das Zimmer im Zentrum von Budapest ist schön, groß und ruhig. Hier mache ich einen Ruhetag.
Notwendige Korrektur:
Ein gewisser Carsten, ein aufmerksamer Leser dieses Blogs, macht mich zu Recht darauf aufmerksam, dass es überhaupt nicht verwunderlich ist, dass sich der Österreicher gerne unter seinem AKW, oder beinahe AKW aufhält und dort auch völlig zurecht jaust. Denn das AKW Zwentendorf ist natürlich, wie konnte ich das nur vergessen, auf Grund eines Volksentscheides, 1979, nie ans Netz gegangen!!
Danke Carsten, für diesen Hinweis.
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