Mittwoch, 27. August 2014

37.Tag von Dubova nach Drobeta-Turnu-Severin

Es ist allerschwärzeste Nacht. Ich sehe nichts. Ein Geräusch hat mich geweckt. Irgendjemand fuhrwerkt unter meinem Fenster rum. Von 0 auf 140, da geht die Pumpe. Irgendwann schlafe ich wieder ein. Am Morgen, gegen 7:00 erkenne ich, wer es war. Jetzt ist der Fischer zurück. Der Plastiksack auf seinem Rücken ist prall gefüllt, mit richtig großen Fischen
Er lächelt zufrieden. 
In meiner Pension bin ich immer noch allein. Ich verzichte dankend auf den "Coffee free" und gehe in das Restaurant von gestern.
7:30 es gibt schon Frühstück. "Two minutes!"
Nachdem ich mich in meinem Langzeitprojekt "OM- oder der Buddha der Vorstadt" auf der Gelassenheitsskala langsam auf die 16.Stufe (von 99) vorgearbeitet hatte, bin ich heute leider wieder um 7 Stufen abgerutscht. Gestern schon dauerte mein Essen gut 70 Minuten. War aber ok, das habe ich locker weggesteckt. Aber aufs Frühstück zu warten, mit leerem Magen, das haut noch nicht hin. Nach 35 Minuten bekomme ich mein Frühstück, wieder superlecker, Speckpfannenkuchen - dabei hatte ich eigentlich ein sticknormales Continental bestellt - mit frisch gepresster Zitronenlimonade.
So gestärkt geht es in die 2. Etappe durchs Eiserne Tor.
Der Tag wird sich in 3 völlig unterschiedliche Etappen aufteilen: 5 Sterne-Deluxe-Etappe. Bergwertung der 4.Kategorie und Horrortrip.
Doch der Reihe nach.
Ich dachte  Dubova ist nicht zu toppen, doch es geht gerade so weiter. Der Blick zurück ins erste Tor - fantastisch.



Zu blöd, da scheint wirklich wieder etwas auf dem Chip zu sein. Nein Hubert, die Wasserschlange begleitet mich nicht wirklich auf der ganzen Reise.
Dann das "zweite Tor" 

Das ist wirklich einmalig. Mitten in dieser Engstelle kommt dann auch noch ein kulturelles Highlight. das Kloster Mraconia.
Das hat mich total begeistert.

Auch wenn das Kloster bis ins 16.Jahrhundert nachgewiesen ist,  es wurde mehrfach zerstört. Zum Schluss versank eine der letzten Fassung beim Staudammbau. Doch die heutige Version hat mir richtig gut gefallen.


Schaut der arme Türke nicht richtig traurig aus? Es scheint ihm richtig leid zu tun, dass er aus dem frommen Mann einen Heiligen machen muss. 
Die kleine Kirche ist komplett ausgemalt.

Ist der Seraph nicht große Klasse?
Und auch die Gewänder der Heiligen

Nach Mraconia und dem" kleinen Kessel", hat es die Donau geschafft. Das Tal weitet sich wieder. 
Kurz darauf ein Denkmal von "nationaler Bedeutung" - mehr aber auch nicht. Ein riesiger Kopf des "Decebalus Rex", einer legendären Figur aus der rumänischen Geschichte. Decebalus heißt wohl, "so stark wie 10 Männer. 

Und nein!!! Dies ist kein Beitrag zum Dauerthema dieser Reise. "Der Gartenzwerg in uns"
 Vor Orsova muss ich die Donau verlassen und im Hinterland  richtig rauf über die Halbinsel Eselnita hinweg. Das zieht sich gewaltig nach oben, immer im Bereich von 12%. Da sind die 3 Hunde auch nicht wirklich hilfreich, die meinen, sie müssen mich noch den Berg hinauf jagen.Da stellen sich die Haare zu Berge!
Hinunter nach Orsova war es dann noch steiler. Was auch nicht schön ist. 
In Orsova finde ich endlich einen Bankautomaten. Die ersten Tage in Rumänien war keiner aufzutreiben. Die Pensionen nehmen gerne Euro. Aber ich will eigentlich die Euro als Reserve nicht so gerne antasten. Jetzt schaut es wieder besser aus. 
Nach einer gemütlichen Kaffeepause am Wasser, beginnt der 3.Teil des heutigen Tages: Der Horrortrip. Ich hatte schon gelesen, dass es auf der rumänischen Seite zur E 70 keine Alternative gibt, aber dass es so schlimm kommen sollte, hätte ich nicht gedacht. Anfangs lief es bestens. Der Randstreifen war breit und gut asphaltiert, allerdings aus der Stadt heraus mit Scherben übersät. An zwei drei Stellen bin ich abgestiegen. Ich wollte einfach nicht riskieren hier auf der viel befahrenen Strecke mit einem Platten liegen zu bleiben. Die Straße klebt praktisch an der Felswand über der Donau. Eine Brücke nach der anderen. Auf jeder Brücke verschwindet der Randstreifen. Dafür gibt es eine Art Fußweg, oft aber keine Möglichkeit hoch zufahren. Das heißt, jedesmal absteigen und das Rad hochhieven.Auf dem Fußweg zu fahren ist eine Herausforderung. Links eine Betonwand bis auf Höhe der Radnabe. Rechts das Geländer und unten die Donau, weit unten.


Wie hier gibt es alle paar Kilometer eine Parkbucht zum "Entspannen"! Wenn es da Schatten hat, dann ist der Parkplatz komplett zugemüllt und stinkt. Also nicht so richtig geeignet zum "Durchatmen". Am Schlimmsten sind jedoch die beiden Tunnel. Auch hier wieder eine Art Fußpfad hinter Betonabsperrungen. Aber seehr schmal und im Tunnel ein Höllenlärm.
Irgendwann sind die 14 Kilometer geschafft. Hinter dem ersten Flukraftwerk "Pontile de Fier 1" geht ein Teil des Verkehrs über die Staumauer hinüber nach Serbien. Wiederum 2 Kilometer später beginnt die E 70 mit der weiträumigen Umfahrung von Drobeta-Turnu-Severin. Ich fahre in die Stadt hinein und erlebe eine angenehme Überraschung. Ein Freibad!
Bei der Hitze und dem Stress, keine Frage, da hole sogar ich die Badehose aus der Satteltasche.

 Höre ich da im Hintergrund, den einen oder anderen höhnischen Zwischenruf, "Wer`s glaubt wird selig!"
Hier bitte schön, der Beweis!

Was, das beweist nichts? Bitte, ich ziehe mich doch nicht aus, und stelle mich einfach so auf einen Kieshaufen!
Das hat richtig gut getan. Leider ist um das ganze Schwimmbad herum nicht ein einziger Schattenplatz! Na denn, suche ich eben mein Hotel.  Das Hotel Tropical ist vorbildlich. Kaum nähere ich mich dem Zentrum, leiten mich Schilder. Nach dem Aufwand zu schließen, denke ich, das muss ein riesen Schuppen sein. Aber nein, ein richtig nettes kleines Hotel, mit Restaurant in einem lauschigen Innenhof. Mehr brauche ich nicht!
Die Stadt ist schnell erkundet. Das interessantes Gebäude scheint mir der Wasserturm zu sein. Das sagt einiges. Drobeta ist eine Industrie- und Hafenstadt. War, wie der Name ahnen lässt eine wichtige römische Stadt, mit der längsten Brücke des ganzen römischen Reiches. Die Reste davon sind nicht wirklich beeindruckend. 
So jetzt setzt ich mich in das lauschige Restaurant des Hotels esse etwas und warte darauf das es etwas abkühlt

Noch ein Schmankerl zum Schluss:

Aus der Welt der Internationalen Presse: ORF berichtet:

Zuerst BBC, jetzt „Washington Post“SPÖ-Wahlkampfmaterial in Form von Gatenzwergen


„Vorarlberg, bist zwar als Land ein Zwerg“, heißt es in der inoffiziellen Landeshymne - und Zwerge sind es, die das „Ländle“ nun in die Schlagzeilen rund um die Welt bringen. Das plötzliche Verschwinden der SPÖ-Wahlkampfzwerge sehen etliche internationale Medien als skurril genug an, um darüber zu berichten. Die BBC machte den Anfang, die Nachrichtenagentur AP sorgte für weitere Verbreitung, und nun hat sich sogar die „Washington Post“ der Sache angenommen....."
Seit in der Nacht auf Sonntag 400 der insgesamt 20.000 „Coolmen“ genannten SPÖ-Werbefiguren verschwunden sind, reißt das Medieninteresse nicht ab. Nun hat sogar die „Washington Post“ das Thema aufgegriffen. „400 gnomes disappeared in Austria, and it’s causing a political scandal“, heißt es in der Onlineausgabe.

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