41.Tag: Von Bechet nach Izlas
Sonntag in der Walachei.
Das Muster von gestern bleibt mir bis Mittag erhalten. Lange Straßendörfer, lange Passagen durch Felder.
Das Muster von gestern bleibt mir bis Mittag erhalten. Lange Straßendörfer, lange Passagen durch Felder.
Sonntag in der Walachei.
Für eine schöne schwarze Ente wird es ihr letzter Tag sein. Eine Frau trägt sie am linken Flügel nach Hause. Die Ente fügt sich in ihr Schicksal. Die Frau hat ein Metzgerbeil in der rechten Hand.
Sonntag in der Walachei.
Die Messe aus der Kirche wird per Lautsprecher nach Außen übertragen. Die liturgischen Gesänge hört man im ganzen Dorf.
Sonntag in der Walachei.
Der Mais, der gestern mit dem Pferdefuhrwerk heim gebracht worden ist, liegt heute vor vielen Häusern. Jetzt sind die Großmütter und kleinen Mädchen dran, den Mais von den restlichen Blättern und "Haaren" zu säubern. Kolben für Kolben. In diesen Dörfern wird sehr pfleglich mit dem Mais umgegangen. Selbst auf den Fuhrwerken wurde er nicht einfach drauf geworfen, sonder geschichtet.
In Corabia will ich eigentlich einen Kaffee trinken. Aber ich muss das Stadtzentrum verfehlt haben. Ich komme an keinem Cafe vorbei!
Vor der Stadt treffe ich meine Donau wieder.
Sonntag in der Walachei.
Die Messe aus der Kirche wird per Lautsprecher nach Außen übertragen. Die liturgischen Gesänge hört man im ganzen Dorf.
Sonntag in der Walachei.
Der Mais, der gestern mit dem Pferdefuhrwerk heim gebracht worden ist, liegt heute vor vielen Häusern. Jetzt sind die Großmütter und kleinen Mädchen dran, den Mais von den restlichen Blättern und "Haaren" zu säubern. Kolben für Kolben. In diesen Dörfern wird sehr pfleglich mit dem Mais umgegangen. Selbst auf den Fuhrwerken wurde er nicht einfach drauf geworfen, sonder geschichtet.
An dem Haufen hat die Oma noch nicht angefangen.
Sonntag in der Walachei.
Heute scheinen es die Männer eilig zu haben. Sie lassen ihre Pferdchen flott traben, und schießen mit ihren Fuhrwerken die Dorfstraße hinunter. Vermutlich treibt sie der Durst zum Sonntagsfrühschoppen.
Die Rückfahrt wird vermutlich langsamer sein.
Sonntag in der Walachei.
Einkaufstag. Gestern bin ich ganz zum Schluss durch ein Dorf gekommen, in dem jede Menge Kühlschränke rumstanden. Ich dachte schon hier würden diese Uraltgeräte (manche mit deutschen Aufklebern), ganz nach EU-Vorschrift natürlich, auseinander genommen und verschrottet. Heute Morgen jedoch haben mich 3 Autos überholt, die Kühlschränke oder Tiefkühltruhen auf dem Dach hatten. Die Kühlschrankspezialisten aus Sapata sind anscheinend ganz gut im Reparieren.
Je näher ich Corabia komme, desto langweiliger werden die Dörfer. Dafür nehmen die "Baustoffhandlungen" zu.
Corabia ist eine Hafenstadt und ein ehemaliger Industriestandort. Ich fahre einige Kilometer durch die Industrieruinen in die Stadt.
In Corabia will ich eigentlich einen Kaffee trinken. Aber ich muss das Stadtzentrum verfehlt haben. Ich komme an keinem Cafe vorbei!
Vor der Stadt treffe ich meine Donau wieder.
Das Kreuz steht zum Gedenken, an den rumänischen Unabhängigkeitskrieg gegen das Osmanische Reich, der 1878 zur Entstehung Rumäniens führte.
In der Walachei
steht sonntags um 13:00 die Zeit still. Ich fahre und fahre. Der Gegenwind nimmt deutlich zu. Keine Menschen, keine Fahrzeuge, nichts. Nur Felder.
Langsam begreife ich, dass es hier überhaupt keine kleinen Dörfer mehr gibt. Nur gigantisch große Felder. Hier lebt niemand. Die Maisfelder sind zum großen Teil schon abgeerntet, z.T. schon abgefackelt.
Oder schon umgepflügt. Ein Feld raucht noch und die Erde ist noch heiß. Der Gegenwind bläst mir warme Luft und Asche entgegen.
Die Agrarindustrie hat hier gewaltige Ausmaße
Hier frisst sich der Harvester durch die Maisfelder, am Ende des Feldes wartet ein Lastwagen mit Anhänger und der Mais wird auf den Lastwagen geblasen. Der Rest fliegt in hohem Bogen zurück aufs Feld.
Welche ein Kontrast! Vor einer Stunde bin ich durch Dörfer gekommen, in denen die Bauern bei der Ernte die Kolben in die Wägen legen, und später jeder einzelne Kolben von Hand gesäubert wird. und später die Strünke noch an die Ziegen verfüttert werden.
Und hier? Hybridmais. Später stehen Schilder von "Syngen" am Feldrand." ...gen" für "genmanipuliert"?
Der Verdacht liegt nahe.
Mein heutiges Etappenziel Izlaz will nicht näher kommen. Der Gegenwind nimmt zu. Dann in Izlas ein Schild der Villa "Giulia", nach rechts- noch 4 km. Auf dem Schild steht "Bed&Breakfast" - Auweia. Wenn die kein Essen anbieten. Das Dorf macht nicht den Eindruck, als hätte es ein Restaurant. Aber immerhin. Es hat kleine Läden und eine Bäckerei. Ich überlege, ob ich mich mit Wurstdosen und Brot eindecken soll.
Schauen wir uns erst mal die Pension Giulia an!
Sie liegt ganz am Ende des Dorfes, in unmittelbarer Nähe zur Donau. Ein grünes Tor, ein Klingel. Mir wird geöffnet - und ich traue meinen Augen nicht. Eine Szene wie aus einem Film der Taviani Brüder. Ein wunderschöner Garten. Eine große weiß gedeckte Tafel. Ich bin in Italien. Es wird gerade aufgetragen.
Es ist der Besitzer der Pension mit Freunden. Er lädt mich ein, mich dazu zu setzen. Normalerweise werde ich lieber erst meine Radlerklamotten los. Aber hier habe ich keine Wahl. Er spricht ganz gut Englisch, die Gesellschaft nur Italienisch oder Rumänisch. Sie sind hier zum Jagen gewesen. Einer der Gäste hat eine Fasanenpaté gemacht, ein anderer hat einen Teller Wiltdschweinsalami dazu gestellt. Anschließend gibt es Forellenfilet. Dazu Wein aus dem eigenen Weinberg. Mit am Tisch sitzen auch die Hausangestellten und die Köchin. Das gefällt mir.-
Danach Kaffee und Grappa. Und ich hatte schon Angst, dass ich heute hungrig ins Bett müsse.
Verrückt, oder!
Nachdem ich mich etwas eingehört habe, verstehe ich die Tischgespräche auf Italienisch ganz gut. Es geht ums Essen, die Jagd, das Angeln.
Später unterhalte ich mich ein wenig mit dem Gastgeber. Er ist auch frisch pensioniert. Seine Frau ist von hier und jetzt versucht er hier eine neue Aufgabe zu finden. Hat wie wild umgebaut. Wie es den Anschein hat, um seine ausufernde Antiquitätensammlung unterzubringen.
Sein nächster Plan. In einem Nebenhaus will er eine Art Alten-WG einrichten. Der Hintergedanke, er sucht selbst Anschluss. So wohl er sich hier fühlt. Er ist Römer und hat gern Leute um sich. Da kann man sich in Izlaz auf Dauer schon etwas einsam fühlen.
Links der Herr mit Hut, ist der Pensionsbesitzer.
So, nach 2 Grappa brauche ich erst einmal eine Siesta! Und nachher muss ich noch seine Spaghetti versuchen. Wenn seine Frau ihm nicht zwischenzeitlich die Leviten ließ, ob seines wenig "professionellen" Umgangs mit seinen Gästen!
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