9.Tag von Passau nach Obermühl
Ich wache auf. Es plätschert irgendwo. Sollte mich der Regen nun doch eingeholt haben? Ich schaue aus dem Fenster, alles grau
Der erste "Grenzübertritt" auf meiner Reise!!
Und keine 500m hinter der Grenze klärt sich ein Rätsel, das mich schon die ganze Reise beschäftigt. Meine Vorgartenstudien haben nämlich ergeben, dass der Gartenzwerg in Deutschland ausgestorben ist. Und zwar total!! Zuerst vermutete ich ja, eine seltene Krankheit könnte dafür verantwortlich sein. Von der "Rotmützenfäule" habe ich ja schon munkeln gehört.
Doch das stimmt nicht:
Der Gartenzweg ist geflohen, vor der neuen Konkurrenz, den Edelrosthirschen, den Weiden-Vulvas, den Kugeltürmen und den Saurieren und habe in unserem Nachbarland Asyl gesucht und gefunden:
Sichtvermerke scheinen kein Hindernis gewesen zu sein. Gartenzwerge waren ja schon immer gut im Schleichen (siehe Köln)
Der Tag wird immer schöner, die Sonne kommt sogar raus
Leider waren Cowboy und Indianer heute nicht zuhause, aber es gab auch so viel zu sehen. Und die Landschaft wird immer spektakulärer. Unter der Donauschleife hatte ich mir nichts vorstellen können, es ist einfach nur schön hier. Und nun kommt der Höhepunkt des heutigen Tages, eine Geschichte, so unglaublich, dass ich befürchte, dass ihr mir nicht glauben werdet, und mich hinter meinem Rücken Manfred Freiherr von Mühlhausen nennt.
Also: An den Donauschleifen geht es für Radfahrer nicht mehr weiter. Dafür gibt es spezielle Radfähren (ich schwör!!)
Aber jetzt kommts:
Ich stelle also mein Fahrrad auf die Fahrradfähre
(Das war wirklich mein Blick aus dem Fenster heute Morgen!)
Wie gut, dass ich mir vorgenommen habe, erst gegen Mittag loszufahren und hier zu versuchen, mein Internet und mein Handy auf "Ausland' umzupolen!
Wie naiv- wieder mal - als hätte ich nicht alle 7 Mobilfunk/Internetanbieterhöllen schon in Frankreich und Spanien hinter mich gebracht. - So wie ich mir das dachte, funktioniert es natürlich nicht. Nach 3 Stunden vergeblichen Rumtelefonierens, "ja natürlich, gibt es diesen Tarif, aber nicht für sie, sie haben "Rechnungserstellung" gewählt. So habe ich, möchte gern wissen wann, ob man das ändern kann, kann man, aber das brauchen wir schriftlich, ob ich meine Brieftaube schicken kann, nein kann ich nicht....
Irgendwann gebe ich auf, inzwischen hat es auch aufgehört zu regnen und fahre einfach los. Hoffentlich klappt es in Österreich mit dem Wlan so gut wie in Deutschland. Und in Linz kann ich es ja noch einmal mit den Österreichern versuchen.
Der Vormittag hat gut getan.Die 10% Restmüdigkeit, die ich beim Aufstehen noch in den Knochen hatte sind weg. Meine Beine mögen mich wieder und auch das linke Knie läßt nichts mehr von sich hören. Die Straße auf der linken Seite der Donau ist super, topfeben und schnell. Ich habe mir vorgenommen, nur bis Obermühl, in der Donauschleife zu fahren. Bis Linz wäre es, laut Karte etwa 100km. Auf den Schildern steht nur 92. Ich bleibe bei meinem Entschluss, heute nur 50 km zu fahren.
UND DAS WAR GUT SO!!
Immer wieder türmen sich schwarze Wolken über dem Donautal auf, aber es kommt nicht zum Regnen. Unverschämtes Glück.
Ich wusste gar nicht, dass die Donau so lange Grenze zwischen Deutschland und Österreich ist. Fast 30 km fahre ich auf dem deutschen Ufer, bis die Grenze kommt
Und keine 500m hinter der Grenze klärt sich ein Rätsel, das mich schon die ganze Reise beschäftigt. Meine Vorgartenstudien haben nämlich ergeben, dass der Gartenzwerg in Deutschland ausgestorben ist. Und zwar total!! Zuerst vermutete ich ja, eine seltene Krankheit könnte dafür verantwortlich sein. Von der "Rotmützenfäule" habe ich ja schon munkeln gehört.
Doch das stimmt nicht:
Der Gartenzweg ist geflohen, vor der neuen Konkurrenz, den Edelrosthirschen, den Weiden-Vulvas, den Kugeltürmen und den Saurieren und habe in unserem Nachbarland Asyl gesucht und gefunden:
Zwar sind die Gartenzwergauffanggärten hoffnungslos überbelegt, aber wie es den Anschein hat geht es ihnen gut. Und die fehlenden
Der Tag wird immer schöner, die Sonne kommt sogar raus
Leider waren Cowboy und Indianer heute nicht zuhause, aber es gab auch so viel zu sehen. Und die Landschaft wird immer spektakulärer. Unter der Donauschleife hatte ich mir nichts vorstellen können, es ist einfach nur schön hier. Und nun kommt der Höhepunkt des heutigen Tages, eine Geschichte, so unglaublich, dass ich befürchte, dass ihr mir nicht glauben werdet, und mich hinter meinem Rücken Manfred Freiherr von Mühlhausen nennt.
Also: An den Donauschleifen geht es für Radfahrer nicht mehr weiter. Dafür gibt es spezielle Radfähren (ich schwör!!)
Aber jetzt kommts:
Ich stelle also mein Fahrrad auf die Fahrradfähre
Da sagt der Fährmann zu mir: "Komm bitte runter von der Fähre!" Ich denke, er will auf mehr Passagiere warten. Aber nein, er sagt, in der rechten oberen Ecke, hinter de Lampe unter dem Dach habe ein Rotschwänzchenpaar gebrütet, nun seien die Jungen geschlüpft und nun, da die Fähre wieder da sei, müssten die Eltern die Kleinen füttern. Ich denke, der veräppelt mich. Aber nein, nachdem ich weit genug von der Fähre weg bin, kommen die Eltern angestürzt und füttern die Kleinen wie wild. Sie schleppen Futter an, einer
wartet sogar auf dem Lenker meines Fahrrades, bis er dran ist.
"Und die Alten haben kein Problem damit, dass die Jungen immer mal wieder für eine Stunde weg sind (halbe Stunde hin, halbe Stunde zurück)?" "Nein, die warten, und die Kloinen, sind still sobald der Motor angeht, und Fiepen um die Wette sobald der Motor gedrosselt wird.- Die Rotschwänzchen haben das Nest von den Bachstelzen übernommen, die haben das Nest gebaut und auch schon hier gebrütet, danach sind die Rotschwänzchen eingezogen- und es funktioniert prima, wir müssen hier immer nur ein wenig warten, bis sie mit Füttern fertig sind!" Und ich bin auch völlig fertig. Die Geschichte allein ist schon die Reise wert gewesen.
Nachdem Alle satt sind, fahren wir los. Kaum ist der Motor gestartet, hört man keinen Mucks mehr und zu sehen sind sie auch nicht mehr
Wir fahren den Fluss hinunter
Sobald der Motor an der anderen Anlegestelle gedrosselt wird, geht das Geschrei hinter der Lampe wieder los. Der Fährmann lacht: " Na, jetzt gibts no nix!"
Inzwischen sitze ich beim Aumüller, dem Fischgasthof in Obermühl, auf dem Bett und kann direkt auf die Donau sehen!!
Morgen geht es nach Linz!
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Hallo Herr Müller-Harter
AntwortenLöschenTolle Geschichte! Ich komme gerade von Carsten S., er hat mir Ihren Blog empfohlen. Ich fahre mit meiner Familie nächste Woche auch von Passau bis Wien mit dem Fahrrad bzw. Rollstuhlhandbike. Ihren Blog werde ich gespannt verfolgen. Ich wünsche Ihnen Allzeit gute Fahrt und gutes Wetter.
Viele Grüsse
Stefan T.