3.Tag: Von Ulm nach Dillingen
Ein Paradesommermorgen. Carlheinz und seine Familie wohnen in Herrlingen. Er wird mich genau an den Punkt an die Donau bringen, an dem ich gestern aufgehört habe. Aber zuerst ein ganz dickes Dankeschön an die besten Bike&Bed Gastgeber auf der ganzen Tour (bis jetzt)!!
und Wege auf auf Deichkronen ab
Auf der linken Donauseite fahre ich die Stadtansicht von Ulm ab.
Von dieser Seite habe ich Ulm noch nie gesehen. Ich bleibe auf der rechten Flussseite. Der Donauradwegführer kommentiert bedauernd, dass man nach Thalfingen die Donau verlassen müsse.
"Die landschaftlich schöne Strecke entlang des Flusses zwischen Thalfingen und Leipheim ist leider für Radfahrer gesperrt" (S.64)
DAS IST EINE LÜGE!!
Man kann von Ulm bis Dillingen immer d i r e k t an der Donau entlang radeln und das ist nicht illegal, sondern überall sind sogar Schilder für Radfahrer angebracht!! Aber keine Eurovelo 6-, keine Deutsche Donau- und keine D6- Schilder. Ich habe irgendwie immer mehr den Verdacht, der Streckenverlauf wurde an Meistbietende Gemeinden verscherbelt.
Und die Strecke war ein Traum Fast 60 km im dicht besiedelten Süddeutschland und einen ganzen Tag lang habe ich fast keine Spuren von Menschen gesehen. Außer mal ne Hütte von einem Angelclub, ein Bootshaus und ab und an eine Brücke.
Auf der ganzen Strecke wechselten sich Waldwege durch wunderschöne Auwälder
und Wege auf auf Deichkronen ab
Zuerst habe ich mir nichts dabei gedacht. Doch nach dem 3. oder vierten Mal wurde mir das Muster klar.
Vor einem Stauwerk wurde der Fluss langsamer und breiter und bekam an den Ufern Dämme, die bei Hochwasser Schutz bieten. Hinter den Flusskraftwerken fließt die Donau wieder schneller und der Fluss ist schmaler und an den Ufern blieben Auwälder erhalten.
Was ich heute an Tieren gesehen haben. Manchmal haben mich wunderschöne blaue Libellen begleitet. Schmetterlinge, Frösche, Schwäne,Kraniche, Enten in unterschiedlichster Ausführung, Kormorane, Spechte, Wasseramseln, Goldammern... Und besonders unterhalb der Dämme Schilf, Seerosen, Seelilien, sogar ein Rohrdommelnest habe ich gesehen. Ich war wirklich im flow.
Natürlich gab es immer mal wieder Anblicke, die mich aus dem Schwärmen herausgerissen hat
Kurz vor Dillingen habe ich dann die Donau verlassen. Es war wie ein kleiner Schock, dass direkt nebenan ein Dorf am andern liegt. Aber das Kontrastprogramm hat mir dann auch sehr gefallen. Ich hätte nie gedacht, dass in einem kleinen Dorf namens Falmingen ein römischer Tempel auf mich lauert.
Irgendwie habe ich auf dieser Reise nicht mehr mit den Römern gerechnet - na klar weiß ich wo der Limes verlief, und dass Romania nicht deshalb so heißt, weil da besonders viele Schriftsteller zuhause waren. Aber die Reise nach Osten, die Donau hinunter habe ich doch eher mit den Nibelungen verbunden. Zumal ich gleich in Tuttlingen in einem Cafe auf einen gestoßen bin.
Für mich war bisher, die Tour nach Westen, Rom, Romanik, Gotik, UND natürlich jede Menge Gemetzel- aber nach Osten, Nibelungentreue, Barock, und noch mehr Gemetzel.
Ich werde mich einfach überraschen lassen und die Augen offen behalten.
Dillingen z.B. ist unglaublich schön,
Auch wenn man im Hinterkopf hat, dass Mengele da her kommt und er von seinen lieben Dillingern vor der Alliierten versteckt wurde.
Bis Morgen!!
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