7.Tag: Von Regensburg bis Loham
Loham ist der Ruhepol der Republik!! So was von entspannt. Genau auf der Hälfte zwischen Regensburg und Passau. Wunderschöner Biergarten. Ruhig ist es nicht unbedingt. So ein Taubenschlag kann ganz schön laut sein. Und Erntefahrzeuge heizen reihenweise durch den Ort. Aber sonst alles tiefenentspannt! Mehr davon am Ende.
Zuerst der Tag. Nein, der Abend davor.
Das Klangfarbenkonzert im Arkadenhof.
Der Arkadenhof ist sehr schön.
Die "5/8erl in Ehr`n" vielfach ausgezeichnet und bekannt aus Funk und Fernsehen, singen wunderschön mehrstimmig. Und manches war auch wirklich witzig.
Aber für eine Wiener Gruppe hätte ich mir ein bisschen mehr Biss gewünscht. Das war nicht unkorrekt genug und ohne Biss. Ich hatte mir deutlich mehr Schmäh erwartet. Manches war eher Richtung Wise Guys schön gesungen, aber nicht wirklich witzig!!
Witzig hingegen war es, die Regensburger Alternativszene zu beobachten, die natürlich kein Stück anders ist als die Singener, Konstanzer oder Tübinger.
Ich sass hinten und konnte gut den "Jahrmarkt der Eitelkeiten" beobachten. In seinem eigenen Biotop ist einem oft nicht klar, wie eindeutig, die Dress Codes sind. Wer sich wie kleidet und welche Signale gesendet werden. Ein kleines Beispiel, als Rätsel des Tages (Nr.2 übrigens):
Wer ist das, etwa 1,90 groß, leicht vorgebeugte Haltung, weißes Haar,als langen lockigen Haarkranz, sonst Glatze gut gebräunt Schwarzes Boss Jacket, Edeljeans, rote Lederschuhe - ohne Socken!! Geht gern und oft herum und findet immer wieder jemand, dem er jovial die Hand schütteln kann. (Ihr habt Zeit bis Morgen)
Heute war ein absoluter Quasseltag, das ist mir auf der ganzen Fahrt nach Spanien nicht passiert. Es fing schon an. Als ich das Fahrrad packte. Da schaute mir Mirco aus Mazedonien zu. Er fegte den Hof des Hotels und wir kamen ins Gespräch.Als er hörte, woher ich kam und was ich vorhatte, war er total begeistert und gab mir viele gute Tipps. Der wichtigste: "Du keine Angst in Rumänien, das alles liebe Leut!!"
Auf den ersten Kilometern, hänge die Wolken extrem tief. Es ist kühl, aber es kommt nicht zum Regnen.
Ich habe wieder Zeit die Vorgartenmöblierung Mittelbayerns zu studieren. Und in der Tat es gibt erhebliche Unterschiede zu den Tagen zuvor. Zum einen nehmen die geflochtenen Objekte deutlich zu. Kleine und größere Weiden Pyramiden, Weiden Kugeln, Weiden Fahnen, Weiden Wellen. Weiden Sonnen. - und Weiden Blumen - oder sind das Stehlampen?
Auch die Stahlobjekte. Hirsche, Dackel, Hähne in Edelrost, gab es vorher nicht in der Häufigkeit
Der schönste Fund des Tages aber war
Dieser Saurier.
Es wäre jetzt interessant zu wissen, welche Frühjahrs-Kunsthandwerks-Märkte es in der Region gibt.
Auffallend auch, dass die Trampoline sehr stark nachgelassen haben. Hat es hier weniger ADHS Kinder?
Vielleicht hängt es ja doch mit dem Trinkwasser zusammen!
Man stelle sich vor, es gibt hier sogar wieder die gute alte Schaukel.
Die Walhalla habe ich mir geschenkt. Vor Jahren (um genau zu sein vor 30) waren wir schon mal oben.
Am interessantesten noch die Aussicht. Aber davon war heute Morgen keine Rede.
Dafür um so interessanter, der erster Donaufischer.
Vielleicht kann mir ja jemand erklären, um welchen Fisch es sich bei diesen schlanken Goldfischen handelt:
Dann der erste Donau-Touristen-Transporter. Habe ich so noch nicht gesehen. Woran erinnern mich diese Boxen nur?
Vielleicht fällt es ja Euch ein!
Falls dem einen oder der andern schon die Frage durch den Kopf ging, und was ist mit der 11:00 Banane?
Die gibt es natürlich immer noch:
Dann gab es eine weitere Premiere.
Auf den letzten 2000 km, die ich unterwegs war, bin ich immer alleine vor mich hin geradelt.
Heute geschah es gleich zweimal, dass ich mit netten Leuten ins Gespräch kam und wir eine ganze Reihe von Kilometern zusammen radelten. Kurz nach der 11:00 Uhr Banane kam ich mit Philipp aus Regensburg ins Gespräch und wir radelten gemeinsam bis Straubing. Philipp macht gerade seinen Master und ist auf dem Weg nach Passau zu seiner Freundin. Es war ein kurzweiliges Gespräch und im Handumdrehen waren wir da.
Ich fahre in die Stadt. Philipp fährt weiter.Viel Glück für deine Master-Arbeit!!
Ich habe üppig Zeit zum Stadtbummel. Anscheinend fährt man zu zweit erheblich schneller.
Auf der Fahrt aus Straubing, an der Brücke ein Schild:
Irgendwie makaber, dass man eine moderne Brücke nach einer Frau benennt, die von einer Brücke geworfen und ertränkt wurde, nur weil sie den falschen Mann geliebt hat!
Dann, nur wenige Kilometer außerhalb von Straubing treffe ich Kevin aus Südengland, ein erfahrener Viel-und Weitradler, der halb Europa durchstrampelt hat. Ich fühle mich endgültig in den erlauchten Kreis der Fernradelreisenden aufgenommen. Und wieder fahren wir ein Stück des Weges gemeinsam. Man unterhält sich über dies und das, hauptsächlich über Schilder, Strecken und Gepäck. "Hast du auch die Holländer getroffen, die 2 Gartenstühle im Gepäck dabei hatten...?" Ja, habe ich.
Dann bei Maria Posching, biege ich nach Loham ab.
Ich habe mein Tagesziel erreicht. Kevin möchte noch nach Passau. In der Ferne grummelt es gewaltig. Viel Glück Kevin!
Loham ist der Ruhepol der Republik. Die Wirtin, wahrscheinlich in meinem Alter, ist komplett tiefenentspannt.
Wir sitzen unter den Lindenbäumen im Biergarten (an verschiedenen Tischen). Ich trinke mein erstes Helles (von ausnehmend guter Qualität), da wendet meine Wirtin den Kopf: "Ja, hallo Jenny, bist au wieder au wieder aus Afrika zruck?"
Und die Jenny, eindeutig aus Afrika, lange Rastalocken, auch etwa in meinem Alter, setzt sich an ihren Tisch. Die Wirtin steht auf und kommt mit einem Glas Rotwein wieder. Und d`Jenny erzählt, dass sie seit gestern wieder aus Kenia zurück ist, und der Gerhard auch. Aber der muss schon wieder arbeiten. Und die Wirtin frägt die Jenny so aus, wie es "druntn in Afrika" war und wia' s der Familie so geht, und ob die Tochter ihr Kind jetzt hat. Und die Jenny erzählt wie es drunten in Afrika war.
Loham ist der Ruhepol der Republik. Ich wünschte mir nur, die Republik würde das auch so sehen!!
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